Kreativität stösst oft auf Widerstand

Eine Studie der Cornell University mit dem Titel The Bias Against Creativity: Why People Desire But Reject Creative Ideas gibt interessante Erkenntnisse darüber, warum kreative Ideen und Lösungen bei Anderen oft auf Ablehnung stossen.

Ein Zitat daraus:

“Beyond merely having a preference for the status quo or familiar ideas our results suggest that people have ambivalent feelings towards creativity. If people hold an implicit bias against creativity, then we cannot assume that organizations, institutions or even scientific endeavors will desire and recognize creative ideas even when they explicitly state they want them.”

Ein Ergebnis der Studie zeigt, dass die Ablehnung gegenüber kreativen Ideen speziell bei einem Gefühl der Ungewissheit oder Zweifeln stark ansteigt. Das erklärt für mich auch sehr schön, warum die Unternehmenskultur so ein wichtiger Faktor ist um Kreativität und damit in Folge auch Innovation in einem Unternehmen zu ermöglichen. 

Hier geht es zur Studie.

 

Where great ideas come from und warum "Projekt-Räume" für uns wichtig sind

Hier ist ein tolles und inspirierendes Video von Steve Johnson in dem er den Werdegang von Ideen näher beleuchtet.

Seine Erkenntnisse kurz zusammengefasst ...

1. gute Ideen benötigen Zeit um sich zu formen
2. Ideen existieren über längere Zeit in einer unausgegorenen Form 
3. es braucht "Räume" in denen unterschiedliche Impulse in Ideen geformt werden können 
4. "Connectivity" kann bei der Kreation neuer Ideen helfen - "think web"
5. "Ablenkungen" sind eine Realität - aber auch eine zusätzliche Möglichkeit um sich mit anderen zu verbinden und so neue Impulse zu erhalten 

Sein abschliessender Gedanke ... "Chance favors the connected minded."  

Wir können diese Punkte aus unserer eigenen Erfahrung bestätigen. Strategie- und Innovationsprozesse benötigen Zeit und den intensiven Austausch zwischen Führungskräften und Mitarbeitern. Nur so können erfolgsträchtige Konzepte entwickelt und nachhaltig im Rahmen des Unternehmens implementiert werden.

Auch wir schaffen in unserer Arbeit dafür gerne fix zugeteilte "Projekt-Räume" die zum Austausch anregen. Der Raum ist über die gesamte Projektlaufzeit verfügbar und ermöglicht einen intensiven Transfer von Ideen und Wissen. So können alle Mitarbeiter kontinuierlich "Weltbilder" abgleichen und gemeinsam an erfolgreichen Ideen/Lösungen arbeiten.
Bd-project-room

Tagged how-we-work

George Kembel: Awakening Creativity

George Kembel is a co-founder and currently the executive director of the Stanford d. school, also known as the Hasso Plattner Institute of Design at Stanford University. He gave a speech at the Chautauqua Institution a while ago in which he explores ways to tap the latent human capacity for creativity and innovation and gives a good introduction to the design thinking process.

Here is a direct link to the recording. The entire session has a duration of 1h12min, but is well worth watching. If you are short on time and specifically interested in design thinking you can go straight to chapter 6: How do we awaken creativity (5min34sec).

 

 

Was verhindert Innovation?

Wird Innovation vielleicht gar durch zuviel Wissenschaft verhindert? Eine durchaus berechtigte Frage die von Fast Company in einem Interview mit Roger Martin, dem Rektor der Rotman School of Management at the University of Toronto gestellt wird. Martin im Interview:

"Most companies try to be innovative, but the enemy of innovation is the mandate to "prove it." You cannot prove a new idea in advance by inductive or deductive reasoning." "The march of science is good, and corporations are being run more scientifically. But what they analyze is the past. And if the future is not exactly like the past, or there are things happening that are hard to measure scientifically, they get ignored. Corporations are pushing analytical thinking so far that it's become unproductive. The future has no legitimacy for analytical thinkers."

Das deckt sich auch mit unseren Erfahrungen in der Arbeit mit Geschäftsmodellen. Unternehmen verlassen sich oft auf die Analyse von existierenden Daten aus der Vergangenheit und Marktforschung, die wiederum die Vergangenheit von potentiellen Kunden wiederspiegelt. 

Innovation im Gegensatz dazu, erfordert aber nicht-lineare Ansätze und Entwicklungsprozesse. Hypothesen basierend auf intuitivem Wissen werden gebildet, Ideen dann schrittweise weiterentwickelt und im Kundenumfeld auf Gültigkeit getestet. Die Ergebnisse geben Antworten auf (noch) nicht gestellte Fragen, zeigen neue Möglichkeiten auf und liefern fundierte Entscheidungsgrundlagen. Roger Martin liegt hier ganz auf einer Linie mit unseren Ansätzen zum Design Thinking und Business Model Prototyping.Zum Abschluss noch ein kurzes Zitat aus dem Interview, dass uns in diesem Zusammenhang ein schmunzeln entlockt:

"The folks at McKinsey, Bain, and BCG should be happy that Roger Martin likes his job. Otherwise, he could cause them a heap of trouble."

Da haben ja jetzt dann scheinbar einige noch weniger Grund "happy" zu sein. :-)

Support for innovation is not the same as support for R&D

When people talk about innovation, they often visualise men and women in white coats with test tubes and microscopes. But in reality, understanding the needs of customers is what distinguishes innovation from novelty. 

Like all business success, innovative success is based on matching capabilities to market and pioneers of innovation are routinely pushed aside by competitors whose skills are in the marketplace rather than the laboratory. There is good article in the Financial Times on this topic adding further to this statement:
 
A Nesta report, presenting plans for a new innovation index has now recognised that most of the spending that promotes innovation does not take place in science departments. The financial services industry may have been Britain’s most innovative industry in the past two decades – perhaps too innovative – but practically none of the expenditure behind that innovation comes under “R&D”. And the same is true in retailing, media and a host of other innovative industries.

Unternehmen verschwenden Innovationspotenzial

titelt die Innovationsstudie 2009 von Horváth & Partners. Darin wird einerseits der zentrale Stellenwert von Innovationen für den Unternehmenserfolgt mit 87% eindeutig bestätigt, gleichzeitig aber den Unternehmen attestiert die kreativen Kompetenzen ihrer Mitarbeiter und Führungskräfte zu wenig zu nutzen. Das Wirtschaftsmagazin trend nahm diese Studie in seiner letzten Ausgabe offensichtlich zum Anlass eine Lösung anzubieten:
Media_httpfarm4staticflickrcom34433923486366976b7472dcjpg_dwzxafbcjuhancg
Die Auswahl der Studienergebnisse suggeriert, dass dieser Misere mit einschlägigen Schulungen zu Kreativitätstechniken beizukommen wäre. Leider blendet diese Schlussfolgerung einen viel wesentlicheren Faktor, nämlich „… den Ausbau der Innovationskultur als wichtigsten Ansatzpunkt zur Verbesserung der Innovationskraft …“ (Zitat Horváth & Partners) gänzlich aus. Risikobereitschaft, funktionierende Design Thinking Prozesse und stützenden Organisationsformen sind zwar in der täglichen Unternehmenspraxis nicht so trivial umzusetzen wie die Erhöhung oder Umschichtung von Schulungsbudgets – aber ohne der passenden Unternehmenskultur werden diese Ausgaben auch nicht wirksam.
Tagged innovation

Multitasking

Auch wenn der angebrachte Umgang mit Mobiltelefon, Mail, SMS, Instant Messaging und ähnlichen Quasi-Echtzeit-Komunikationsfomen nicht direkt im Zentrum der Beratertätigkeit von business-design steht, so ist doch ein Verweis auf die aktuelle Studie der Stanford University in Kalifornien zu diesem Thema einen eigenen Eintrag wert. Einerseits sind wir von business-design heftige und langjährige Nutzer all dieser Technologien, die unsere projekthafte, grenzenlos kollaborale Organisationsform erst ermöglichen. Gleichzeitig fühlt sich aber der geneigte Leser dieser Studie in vielen seiner Beobachtungen und Erfahrungen des täglichen Betriebs in Unternehmen bestätigt. Und so hoffen wir im steten Bemühen neue Technologien in unsere Arbeit - die vor allem intuitive und implizite Teile von Organisationen und Personen adressiert - sinnvoll und fruchtbar zum Einsatz zu bringen, unseren Kunden auch als brauchbares Modell zur Verfügung zu stehen.

E-Connected

business-design ist Mitglied bei www.e-connected.at, eine Initiative des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT).
Media_httpfarm3staticflickrcom25673854887459604ee7f844jpg_okbbvfgvqebtceg
Die Initiative soll allen potentiellen Marktteilnehmern Information bereitstellen und Erfahrungsaustausch erleichtern. business-design bietet Unternehmen und Marktteilnehmern Unterstützung bei der Strategie- und Geschäftsmodellentwicklung in dem sich stark verändernden E-Mobil Mark an.
Tagged e-mobility

HR-Webinar von Personal Manager

Selten ein "Info-Mail", dass sich durch diverse Mailfilter bis in meine Eingangsbox durchkämpft und mir mehr Aufmerksamkeit als wenige Sekunden "Schnellscreening" abringt. In diesem Fall bin ich tatsächlich hängen geblieben, da mir - als Trainer und Managementberater - hierin wieder seit langem die Methode der web-basierten Seminare begegnet - und mich erneut begeistert. Im konkreten Fall ist es ein 60-minütiges Online-Tutorial durch das neue Arbeitsrecht, veranstaltet von "Personal Manager", der Zeitschrift für Human Resources aus Mannheim. Kurz - günstig - einfach zu erreichen - interaktiv! Dem angegebenen Link www.hr-webinare.at gefolgt musste ich feststellen, dass dies der einzige von "Personal Management" publizierte Webinar-Termin ist. Und frage mich weshalb nur einer? Die Technologie selbst ist schon länger verfügbar und in einigen (eher IT-orientierten) internationalen Unternehmen auch als interne Ausbildungsmethode im Einsatz. Weshalb greift dieser Funke nicht vermehrt auf Angebote offener Seminare, wie im obigen Beispiel, über? Liegt das an der Technologiedistanz bestehender Seminar-Anbieter? An Befürchtungen derer, sich das klassisches Geschäft damit abzugraben? Oder an der Kommunikation zu deren Kunden? Oder ist das ein Fall für Business-Design: Durch interdisziplinäre Zusammenführung zweier Märkte einen Neuen zu erschaffen?

CUSINA startet leise durch

Es ist endlich soweit - CUSINA ist im endlich Internet live und unter www.cusina.at zu erreichen.
Media_httpfarm4staticflickrcom326728127428332de1706f83mjpg_apffhiyjtadmfua
Wir haben hart daran gearbeitet den Auftritt möglichst übersichtlich zu gestalten und vorallem auch die emotionalen Aspekte von CUSINA entsprechend zu transportieren. Dem ersten Feedback nach zu schließen haben wir das scheinbar recht gut hinbekommen. Ausserdem hatten wir am 2. September den erste Event. Der Abend war ein voller Erfolg, und die Gäste waren begeistert. Was kann man sich mehr wünschen ? Den Start haben wir gut gemeistert, jetzt fiebern wir gespannt den nächsten Wochen entgegen.
Tagged cusina